Über mich

Das Ding kriegt mich nicht. Das überlebe ich. Wenn ich kann. In einem Stück; ohne dass sie mir das Bein absägen!“ Wenige Tage nach meinem 13. Geburtstag stierte mir der hühnereigroße Tumor auf dem Röntgenbild meines linken Unterschenkels entgegen.

Eine Woche später schob man mich in den Operationssaal. Zum Glück brachte die Untersuchung des herausgemeißelten Gewebes dann Entwarnung. Es war kein Krebs.

Vielleicht weckten diese Erlebnisse meinen Wunsch, Medizin zu studieren, oder Biologie. Zu meinem zwölften Geburtstag hatte ich noch Schriftsteller werden wollen, oder Dichter.

Tatsächlich studierte ich dann Medizin mit dem festen Wunsch, in die Alternsforschung zu gehen. Genauer gesagt in die Anti-Alternsforschung, um uns allen mehr gesunde Lebensjahre zu ermöglichen. Nach einer freiwilligen Zeit als unbezahlter Forscher am Institut für Gerontologie an der Universität Erlangen-Nürnberg (heute: Institut für Biomedizin des Alterns) arbeitete ich 6 Jahren als angestellter Wissenschaftler am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und mit einem Stipendium am Francis Scott Key Medical Center des National Institute on Aging in Zusammenarbeit mit der Johns Hopkins University in Baltimore, USA.

So interessant Grundlagenforschung auch ist, von Forscherjahr zu Forscherjahr erkannt ich immer klarer, das war nicht meine Richtung. Doch was tun? Einerseits liegt mir sehr daran, Menschen zu helfen, ihr gutes Potential besser zu entwickeln und dauerhaft glücklicher zu werden. Andererseits faszinieren mich die aktuellen technischen und naturwissenschaftlichen Fortschritte.

Ich folgte meiner Faszination und schrieb „Bankraub Online“, eines der ersten populärwissenschaftlichen Bücher über Computer- und Onlinesicherheit in Deutschland. Auf Grund seiner weiten Verbreitung haben Sie auch heute noch, über 20 Jahre später, gute Chancen, ein Exemplar davon antiquarisch zu ergattern.

Völlig unerwartet ebnete mir dieses Buch den Einstieg in die Pharmaindustrie. Ein sympathisches aufstrebendes Unternehmen für patentfrei gewordene Medikamente suchte einen Allrounder, der Patienten, Ärzten und Apotheker beraten, Texte fürs Marketing schreiben und bei der Schulung des Außendiensts mithelfen konnte. Später kamen dann noch Themen rund um die Arzneimittelsicherheit dazu.

Es war in vieler Hinsicht eine bewegte und oft auch schöne Zeit, die mir privat die Möglichkeit ließ, meine Kenntnisse in Hypnose Schritt für Schritt weiter auszubauen. Ich kenne kaum etwas, das einem Menschen besser helfen kann, seine Fähigkeiten zu entwickeln, seine Berufung zu erkennen und auf fröhliche Art gelassener zu werden, als richtig angewandte Hypnose, am besten verbunden mit Achtsamkeit im Alltag und mit regelmäßiger Meditation.

Doch alles hat irgendwann einmal ein Ende. Nach zwei Besitzerwechseln der Pharmafirma und vielen Änderungen im Arbeitsumfeld sowie in der allgemeinen Lage im Gesundheitswesen trennten sich unsere Wege fast 14 Jahre später.

Eigentlich wollte ich nun meine Kenntnisse in Hypnose zum Wohle gesunder Menschen anwenden. Menschen wie Ihnen helfen, ihr natürliches Potential besser zu entfalten. Zum Beispiel plante ich, Studenten mit hypnotischen Übungen darin zu unterstützen, besser zu lernen und sich besser zu erinnern.

Wie eine eiskalte Dusche traf mich dann die unnötig laute, befehlsgewohnte Stimme des damaligen Juristen der seinerzeit für mich zuständigen Ärztekammer. Er behauptete, da ich ein Arzt bin, müsse ich für jede Tätigkeit mit Hypnose eine Praxis aufmachen.

Wenn das stimmte, war mein Traum tot. Die Gründe dafür würden einen juristisch-ökonomischen Aufsatz füllen, doch das möchte ich Ihnen ersparen. Eins war sicher, ich musste mich wehren!

Der Fachanwalt für Medizinrecht, dem ich den Fall schilderte, hielt die Argumente des Ärztekammer-Juristen wörtlich für „absurd“. Wenigstens im Vorgespräch. In dem nachfolgenden ziemlich teuren Gutachten schloss er sich der Behauptung des befehlsgewohnten Juristen mit der lauten Stimme an. Deshalb gab ich mein Vorhaben, gesunden Menschen mit Hypnose dabei zu helfen, nachhaltig glücklicher und erfolgreicher zu werden, schweren Herzens auf. Fürs Erste.

Dafür wandte ich mich technischen Buchthemen und vor allem dem Online-Marketing zu. Beim Online-Marketing ging es mir dann ähnlich wie in der letzten Phase meiner Arbeit in dem Pharmaunternehmen. Neue Welten taten sich mir auf, doch leben wollte ich darin nicht. Wenigstens nicht auf Dauer und nicht ausschließlich.

Also vertiefte ich meine Kenntnisse in Hypnose noch weiter mit der Absicht, jetzt doch nötigenfalls eine Arztpraxis zu eröffnen. Statt gesunde Menschen auf gesunde Art glücklicher zu machen ist es auch erfüllend, Leidende von ihren Allergien, Schmerzen oder den Folgen tief in die Seele eingebrannter Traumen zu befreien. Dazu lassen sich für diese Themengebiete in einer normalen Welt relativ leicht Patienten finden.

Gerade suchte ich Praxisräume, da war die Welt nicht mehr normal. Es kam Corona.

Mein wirtschaftlicher Sachverstand sträubte sich dagegen, eine Hypnose-Praxis wohl hauptsächlich zur Heilung von Heuschnupfen aufzumachen, während eine von der WHO ausgerufene Pandemie tobte. Also schrieb ich stattdessen eines der ersten deutschsprachigen Fachbücher für medizinische Laien zu den damals brandaktuellen Fakten, die über Covid-19 bekannt waren. Aus dem ersten Buch wurde schnell ein zweites. Wie und warum das geschah, können Sie im kostenlos zugänglichen Vorwort zu „Coronavirus: Schutz braucht Wissen“ nachlesen.

Je länger die Pandemie dauerte, desto klarer wurde mir, dass auch psychisch Gesunde jetzt zunehmend Unterstützung brauchen würden. Unterstützung am besten als Hilfe zur Selbsthilfe. Deshalb schrieb ich „Ihr Café für die Seele: Raus aus dem Virusblues“.

Es ist der erste Band einer ganzen „Ihr Café für die Seele“-Reihe. Sie soll Ihnen auf die verschiedensten Arten darin helfen, glücklicher, zufriedener, erfolgreicher und vielleicht sogar etwas gesünder zu werden.